In Deutschland teilen sich rund ein halbes Dutzend große Autovermietungen den Markt. Sixt, Europcar, Hertz, Avis, Enterprise und Budget betreiben zusammen mehrere tausend Stationen im ganzen Land. Die Unterschiede zwischen den Anbietern sind auf den ersten Blick gering: Alle vermieten Fahrzeuge vom Kleinwagen bis zum Transporter, alle bieten Online-Buchung und verschiedene Versicherungspakete. Doch im Detail zeigen sich erhebliche Unterschiede bei Preisgestaltung, Flottenqualität, Kundenservice und Zusatzleistungen.
Dieser Ratgeber stellt jeden Anbieter einzeln vor, vergleicht die wichtigsten Kriterien in einer Übersichtstabelle und gibt dir konkrete Empfehlungen, welcher Vermieter für welchen Zweck am besten geeignet ist. Dazu kommen Praxis-Tipps zu Treueprogrammen, Versicherungsoptionen und der Frage, ob sich die Direktbuchung oder ein Vergleichsportal mehr lohnt.
Die großen Autovermietungen in Deutschland
Der deutsche Mietwagenmarkt wird von sechs großen Anbietern dominiert. Drei davon sind international agierende Konzerne (Hertz, Avis, Enterprise), zwei haben ihren Ursprung in Europa (Sixt in Deutschland, Europcar in Frankreich) und Budget gehört zur Avis Budget Group. Dazu kommen Broker wie TUI cars, Check24 oder billiger-mietwagen.de, die keine eigene Flotte besitzen, sondern Fahrzeuge verschiedener Anbieter vermitteln.
Sixt
Sixt ist Deutschlands größter Autovermieter und wurde 1912 in München gegründet. Mit über 2.000 Stationen weltweit und einem dichten Netz an Innenstadtstationen und Flughafenfilialen in Deutschland ist Sixt der Anbieter mit der breitesten Abdeckung im Inland. Die Flotte ist premium-lastig: Viele BMW, Mercedes und Audi, dazu Fahrzeuge von Volkswagen und Stellantis-Marken.
Die Preisgestaltung bei Sixt ist dynamisch und hängt stark von der Auslastung der jeweiligen Station ab. Das bedeutet: Derselbe Wagen kann an einem Wochenende 65 Euro kosten und am nächsten 140 Euro. Wer die Auslastungsmechanik versteht und stornierbare Postpaid-Buchungen nutzt, kann bei Sixt sehr günstig mieten. Besonders attraktiv sind die Wochenendtarife, bei denen Sixt das längste Zeitfenster aller Anbieter bietet (Donnerstag 12:00 bis Dienstag 9:00 Uhr).
Die größten Stärken von Sixt liegen in der modernen App, dem breiten Stationsnetz und der hochwertigen Flotte. Die häufigsten Kritikpunkte betreffen die stark schwankende Servicequalität je nach Station, gelegentliche Fahrzeugklassen-Downgrades und ein bisweilen unübersichtliches IT-System. Wer den Sixt-Aktionärstarif nutzt (bereits ab einer einzigen Aktie), erhält dauerhaft bis zu 20 % Rabatt auf alle Privatmieten. Mehr dazu im Spartipps-Ratgeber.
Europcar
Europcar ist nach Sixt der zweitgrößte Anbieter in Deutschland und Teil der europäischen Green Mobility Holding. Das Stationsnetz in Deutschland ist gut ausgebaut, mit Filialen an allen wichtigen Flughäfen und in den meisten Großstädten. Die Flotte setzt stärker auf Volumenhersteller wie Volkswagen, Opel und Peugeot, bietet aber in der Selection-Reihe auch Sportwagen und Premiumfahrzeuge.
Eine Besonderheit bei Europcar, die vielen Mietern nicht bewusst ist: Das Unternehmen nutzt Fahrzeug-Telemetriedaten, um Grenzübertritte automatisch zu erkennen. Wer spontan zum Tanken nach Österreich fährt (etwa in grenznahen Regionen Bayerns), kann eine Cross-Border-Fee von 60 Euro erhalten, auch noch Wochen nach der Rückgabe. Bei geplanten Auslandsfahrten sollte die Genehmigung deshalb immer vorab eingeholt werden.
Das Stationsnetz unterscheidet zwischen Corporate-Stationen (direkt von Europcar betrieben) und Agentur-Stationen (Franchise-Betriebe). In der Praxis zeigt sich, dass Agentur-Stationen oft mehr Verhandlungsspielraum bei Upgrades und Kulanzfragen bieten, weil sie ein direktes Interesse an der Kundenbindung haben.
Hertz
Hertz gehört zu den ältesten Autovermietungen der Welt und ist in Deutschland an allen großen Flughäfen und in vielen Städten vertreten. Das Stationsnetz ist kleiner als bei Sixt oder Europcar, dafür setzt Hertz auf ein starkes Treueprogramm (Hertz Gold Plus Rewards) mit Skip-the-Counter-Funktion an vielen Standorten.
Hertz hat 2024/2025 einen großen Teil seiner Tesla-Flotte wieder verkauft. Stattdessen finden sich nun vermehrt Elektrofahrzeuge anderer Hersteller wie Renault Megane E-Tech und Polestar in der Flotte. Bei der Rückgabe eines Elektrofahrzeugs gilt: Unter 80 % Akkustand werden 0,80 Euro pro kWh nachberechnet.
Ein interessantes Angebot war das Abo-Modell „My Hertz Weekend“, bei dem für einen monatlichen Festpreis jedes Wochenende automatisch ein Fahrzeug bereitstand. Dieses Programm wurde Ende 2025 für Neukunden eingestellt, bestehende Abonnenten können es aber weiterhin nutzen. Für regelmäßige Wochenendmieter war es eine der günstigsten Optionen am Markt.
Avis
Avis gehört zur Avis Budget Group und ist weltweit einer der größten Vermieter. In Deutschland ist das Stationsnetz solide, aber nicht so dicht wie bei Sixt. Die Flotte besteht überwiegend aus Fahrzeugen der Mittelklasse und gehobenen Mittelklasse, vereinzelt gibt es auch Premium-Optionen wie Volvo XC90 oder Porsche.
Im Vergleich zur Konkurrenz hinkt Avis bei der Digitalisierung hinterher. Die App-Funktionalität ist eingeschränkt, der Check-in-Prozess an vielen Stationen noch papierbasiert. Dafür bietet Avis attraktive Spezialtarife: Der „Young Generation“-Tarif für Fahrer zwischen 19 und 25 Jahren ab 68 Euro am Wochenende gehört zu den günstigsten Angeboten für junge Mieter. Denn bei anderen Anbietern kommt zum Mietpreis noch ein Jungfahrerzuschlag von 12 bis 20 Euro pro Tag hinzu.
Beim Kundenservice ist Avis durchwachsen. Die Reaktionszeiten bei Reklamationen können mehrere Wochen betragen. Bei Problemen mit Mautgebühren oder Schadensforderungen aus dem Ausland ist es oft schneller, sich direkt an den jeweiligen Mautbetreiber zu wenden, statt den Umweg über den Avis-Kundenservice zu nehmen.
Enterprise, National und Alamo
Enterprise Holdings betreibt in Deutschland drei Marken unter einem Dach: Enterprise (Privatkunden und Geschäftskunden), National (Geschäftsreisende) und Alamo (Urlauber, vor allem bei Auslandsbuchungen). Die drei Marken teilen sich häufig Stationen und Fahrzeuge, weshalb sie hier gemeinsam betrachtet werden.
Das Stationsnetz in Deutschland ist ausgebaut, erreicht aber nicht die Dichte von Sixt oder Europcar. Enterprise punktet mit transparenten Prepaid-Rabatten von 10 bis 15 % bei Vorauszahlung und einer kostenlosen Stornierungsmöglichkeit trotz Prepaid-Buchung.
Ein Punkt, den Mieter kennen sollten: In der Kompaktklasse setzt Enterprise teilweise den Dacia Spring Electric ein. Dieses Fahrzeug hat eine kleine Batterie und lädt langsam, was es für Strecken über 150 km pro Tag unpraktisch macht. Wer sichergehen will, ein konventionelles Fahrzeug zu bekommen, sollte bei Enterprise mindestens die Mittelklasse buchen oder beim Reservierungsprozess explizit einen Verbrenner anfragen.
Bei den Schadensabrechnungen gibt es auffällig viele kritische Berichte zu Enterprise. Schadensforderungen von mehreren tausend Euro nach unauffälliger Rückgabe sind dokumentiert. Eine lückenlose Fotodokumentation und ein Video bei der Fahrzeugübernahme sind bei Enterprise besonders zu empfehlen. Mehr dazu im Ratgeber Schaden am Mietwagen.
Budget
Budget gehört zur selben Unternehmensgruppe wie Avis (Avis Budget Group) und teilt sich an vielen Standorten die Infrastruktur mit Avis. Die Marke positioniert sich als preisgünstige Alternative mit einfachen, transparenten Tarifen. Das Wochenendmodell „3 Tage mieten, 2 bezahlen“ ist unkompliziert und oft eine der günstigsten Optionen für eine dreitägige Miete.
Die Fahrzeugauswahl fällt bei Budget in der Regel kleiner aus als bei Avis direkt. Die Flotte besteht überwiegend aus Kompakt- und Mittelklassewagen. Wer ein breiteres Angebot sucht oder spezielle Fahrzeugwünsche hat, ist bei den größeren Vermietern besser aufgehoben.
Anbieter-Vergleichstabelle
Die folgende Tabelle fasst die wichtigsten Merkmale der großen Autovermietungen in Deutschland zusammen.
| Kriterium | Sixt | Europcar | Hertz | Avis | Enterprise | Budget |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Hauptsitz | München (DE) | Paris (FR) | Estero (USA) | Parsippany (USA) | St. Louis (USA) | Parsippany (USA) |
| Stationen DE | Sehr viele | Viele | Mittel | Mittel | Mittel | Mittel (teils Avis-Stationen) |
| Flottenschwerpunkt | BMW, Mercedes, Audi, VW | VW, Opel, Peugeot, Renault | Diverse, inkl. E-Autos | Mittelklasse, vereinzelt Premium | Diverse, inkl. Dacia | Kompakt- und Mittelklasse |
| Preismodell | Dynamisch (auslastungsabhängig) | Festpreise mit Aktionen | Festpreise, Abo-Option | Festpreise, Spezialtarife | Festpreise, Prepaid-Rabatt | Festpreise, 3-für-2 |
| App und Digitalisierung | Sehr gut | Gut | Gut | Ausbaufähig | Mittel | Basis |
| Wochenendtarif | Do 12:00 bis Di 9:00 | Do 6:00 bis Mo 12:00 | Fr 10:00 bis Mo 10:00 | Fr 12:00 bis Mo 12:00 | Do 17:00 bis Mo 9:00 | 3 Tage = 2 bezahlen |
| Treueprogramm | Sixt Card (Express bis Diamond) | Europcar Privilege | Gold Plus Rewards | Avis Preferred | Enterprise Plus | Fastbreak |
Versicherung und Selbstbeteiligung im Vergleich
Die Mietwagen-Versicherung ist einer der größten Kostenfaktoren und gleichzeitig der Bereich, in dem sich die Anbieter am stärksten unterscheiden. Alle Anbieter inkludieren im Grundpreis eine Haftpflichtversicherung und einen Vollkasko-/Diebstahlschutz mit Selbstbeteiligung. Die Höhe der Selbstbeteiligung variiert je nach Anbieter und Fahrzeugklasse zwischen 750 und 1.500 Euro.
Am Schalter wird regelmäßig eine Zusatzversicherung angeboten, die den Selbstbehalt auf null reduziert. Diese kostet 10 bis 30 Euro pro Tag. Die deutlich günstigere Alternative ist eine externe Selbstbeteiligungs-Versicherung ab 5 Euro pro Tag oder als Jahrespolice ab rund 70 Euro. Diese Versicherungen erstatten im Schadensfall den vom Vermieter einbehaltenen Selbstbehalt.
Achte bei der Wahl der Versicherung darauf, ob Glas-, Reifen- und Unterbodenschäden abgedeckt sind. Gerade diese Schadensarten werden am Schalter häufig geltend gemacht und sind bei günstigen externen Policen manchmal ausgeschlossen. Alle Details dazu findest du im Versicherungs-Guide.
Treueprogramme und Bonussysteme im Vergleich
Alle großen Vermieter bieten kostenlose Kundenbindungsprogramme an. Die Basis-Mitgliedschaft ist jeweils gratis und beschleunigt den Anmietprozess, weil persönliche Daten und Führerschein hinterlegt sind. Ab den höheren Stufen gibt es Upgrades, bevorzugte Bedienung und Zusatzfahrer inklusive.
| Programm | Basis (kostenlos) | Mittlere Stufe | Höchste Stufe | Besonderheit |
|---|---|---|---|---|
| Sixt Card | Express: schnellerer Check-in | Gold: Upgrade-Chance, Zusatzfahrer frei | Diamond: garantiertes Upgrade, Lounge-Zugang | Aktionärstarif (1 Aktie = Platin-Rabatt) |
| Europcar Privilege | Privilege: Stammdaten gespeichert | Privilege First: bevorzugte Bedienung | First VIP: persönlicher Ansprechpartner | Agentur-Stationen oft kulanter |
| Hertz Gold Plus Rewards | Club: Express-Anmietung | Five Star: bevorzugte Fahrzeugwahl | Presidents Circle: Upgrades, Priority-Service | Skip-the-Counter an vielen Stationen |
| Avis Preferred | Preferred: schnellerer Check-in | Preferred Plus: Upgrade-Chance | Avis Club: persönlicher Service | Wizard Number als Rabatt-Schlüssel |
| Enterprise Plus | Punkte pro Miete | Silver: Upgrade-Chance | Platinum: garantierte Upgrades | Punkte anbieterübergreifend (National, Alamo) |
Für Vielmieter bei Sixt ist der Aktionärstarif die effizienteste Rabattoption. Bereits der Besitz einer einzelnen Sixt-Vorzugsaktie (aktuell unter 80 Euro) berechtigt zur Nutzung des Shareholder-Tarifs mit bis zu 20 % Rabatt. Das entspricht dem Platin-Status, der sonst erst ab 20 Anmietungen pro Jahr erreicht wird. Alle weiteren Spartipps findest du im Ratgeber für günstige Mietwagen.
Welcher Anbieter passt zu dir?
Nicht jeder Anbieter ist für jeden Zweck die beste Wahl. Die folgende Übersicht hilft dir, den passenden Vermieter für deine Situation zu finden.
- Geschäftsreisende und Vielmieter: Sixt mit Aktionärstarif oder Diamond-Status. Das breiteste Stationsnetz in Deutschland, die beste App und die hochwertigste Flotte machen Sixt zur ersten Wahl für regelmäßige Mieter.
- Preisbewusste Gelegenheitsmieter: Budget mit dem 3-für-2-Modell am Wochenende oder Europcar mit 15 % Wochenend-Rabatt. Für Einzelmieten ohne Treueprogramm-Ambitionen bieten diese Anbieter faire Preise ohne komplizierte Mechaniken.
- Junge Fahrer unter 25: Avis mit dem Young-Generation-Tarif ab 68 Euro am Wochenende. Kein zusätzlicher Jungfahrerzuschlag im Tarif enthalten.
- Familien mit Kindern: Europcar oder Hertz über den ADAC. Die ADAC-Buchung enthält Vollkaskoschutz und einen kostenlosen Zusatzfahrer. Eigene Kindersitze und Navi mitbringen, um Zusatzkosten von 5 bis 15 Euro pro Tag zu sparen.
- Transporter und Sprinter für Umzüge: Europcar und Sixt haben das breiteste Transporter-Angebot in Deutschland. Enterprise bietet ebenfalls Nutzfahrzeuge, aber mit kleinerem Stationsnetz.
- Mieter ohne Kreditkarte: Sixt, Europcar und Hertz akzeptieren unter bestimmten Bedingungen auch EC-Karten. Die Kaution fällt dann allerdings höher aus und die Fahrzeugauswahl ist eingeschränkt.
Direktbuchung oder Vergleichsportal?
Neben der Direktbuchung beim Anbieter gibt es zwei Wege zum Mietwagen: Preisvergleichsportale (Check24, billiger-mietwagen.de) und Broker (TUI cars, Sunny Cars). Die Unterschiede sind relevant.
Preisvergleichsportale zeigen die Tarife mehrerer Anbieter nebeneinander. Der Vorteil: schneller Überblick über den günstigsten Preis. Der Nachteil: Bei Problemen (Schaden, Stornierung, Reklamation) sitzt du zwischen zwei Stühlen. Das Portal ist Vermittler, nicht Vertragspartner. Der Vermieter verweist dich ans Portal, das Portal verweist dich an den Vermieter.
Broker wie TUI cars oder Sunny Cars treten als eigener Vertragspartner auf und bieten oft Inklusivpakete mit Vollkasko ohne Selbstbeteiligung. Das vereinfacht die Versicherungsfrage, ist aber nicht immer günstiger als die Kombination aus Direktbuchung plus externer Versicherung. Die TUI cars Partner-Übersicht zeigt, welche Anbieter hinter den Broker-Angeboten stecken.
Die Faustregel: Für regelmäßige Mieter lohnt sich die Direktbuchung beim bevorzugten Anbieter, weil Status-Punkte, Rabattcodes und Treueprogramme nur bei Direktbuchungen gelten. Für Gelegenheitsmieter ist der Preisvergleich über ein Portal der schnellste Weg zum besten Preis. Vergleiche im Zweifel beide Optionen für denselben Zeitraum. Welche Kreditkarte du brauchst, hängt vom Buchungsweg ab.
Praxis-Tipps für die Anbieter-Wahl
Unabhängig vom gewählten Anbieter gibt es einige Grundregeln, die bei jeder Anmietung gelten.
- Erstelle bei der Fahrzeugübernahme ein kurzes Video mit Zeitstempel, das den Zustand des Fahrzeugs dokumentiert. Fotos allein reichen bei der Reklamation von Vorschäden oft nicht aus.
- Prüfe den Kilometerstand auf dem Mietvertrag und vergleiche ihn mit dem tatsächlichen Tachostand. Abweichungen sofort beim Stationspersonal reklamieren.
- Wähle immer die Voll/Voll-Tankregelung. Die Voll/Leer-Variante klingt bequem, kostet aber regelmäßig 30 bis 65 Euro mehr.
- Buche stornierbare Postpaid-Tarife und beobachte den Preis bis zur Abholung. Bei sinkender Auslastung kannst du stornieren und günstiger neu buchen.
- Prüfe vor Auslandsfahrten die Cross-Border-Regelung deines Anbieters. Europcar erkennt Grenzübertritte automatisch per GPS, andere Anbieter verlangen eine vorherige Anmeldung. Die Gebühren liegen bei 30 bis 60 Euro pro nicht angemeldetem Grenzübertritt.
- Innenstadtstationen sind am Wochenende oft deutlich günstiger als Flughafenstationen, weil dort die Geschäftskundennachfrage wegfällt.
- Informiere dich über die Kautionshöhe deines Anbieters vorab. Die Kaution wird auf der Kreditkarte blockiert und kann nach der Rückgabe zwei bis vier Wochen gebunden bleiben.
Häufige Fragen zum Mietwagen-Anbieter-Vergleich
Das hängt vom Zeitpunkt, der Station und der Fahrzeugklasse ab. Sixt ist bei niedriger Auslastung oft am günstigsten, weil die Preise dynamisch sinken. Budget überzeugt mit dem 3-für-2-Wochenendmodell, Avis mit dem Young-Generation-Tarif für unter 25-Jährige. Ein Preisvergleich über Check24 oder billiger-mietwagen.de für den konkreten Zeitraum lohnt sich immer.
Sixt hat die modernste App und den schnellsten digitalen Check-in. Hertz bietet mit Skip-the-Counter an vielen Stationen einen reibungslosen Abholprozess. Die Servicequalität variiert allerdings stark von Station zu Station, unabhängig vom Anbieter. Flughafenstationen sind in der Regel professioneller besetzt als kleine Stadtstationen.
Für Vielmieter lohnt sich die Direktbuchung: Treuepunkte, Rabattcodes und Statusprogramme gelten nur bei Direktbuchungen. Für Gelegenheitsmieter ist ein Preisvergleich über Check24 oder billiger-mietwagen.de der schnellste Weg zum besten Preis. Vergleiche im Zweifel beide Wege für denselben Zeitraum.
In der Regel nicht. Die Zusatzversicherung am Schalter kostet 10 bis 30 Euro pro Tag. Eine externe Selbstbeteiligungs-Versicherung bietet denselben Schutz ab 5 Euro pro Tag oder als Jahrespolice ab 70 Euro. Achte darauf, dass Glas-, Reifen- und Unterbodenschäden abgedeckt sind.
Ja, bei Sixt, Europcar und Hertz ist die Anmietung unter bestimmten Bedingungen auch mit EC-Karte oder Debitkarte möglich. Die Kaution fällt dann höher aus und die verfügbaren Fahrzeugklassen sind eingeschränkt. Bei Avis und Enterprise ist eine Kreditkarte in der Regel zwingend erforderlich.
Alle großen Anbieter führen inzwischen Elektrofahrzeuge in der Flotte, allerdings in unterschiedlichem Umfang. Hertz bietet Renault Megane E-Tech und Polestar, Sixt hat vereinzelt Tesla und BMW iX im Angebot, Europcar setzt auf den Renault 5 E-Tech. Enterprise nutzt den Dacia Spring in der Kompaktklasse. Bei Elektro-Rückgaben beachten: Hertz berechnet 0,80 Euro pro kWh unter 80 % Akkustand.
Fazit: Den richtigen Anbieter gibt es nicht pauschal
Keiner der großen Autovermieter ist in allen Kategorien der Beste. Sixt bietet die hochwertigste Flotte und das dichteste Stationsnetz, ist aber bei hoher Auslastung teuer. Europcar hat faire Preise und ein gutes Netz, überrascht aber manchmal mit nachträglichen Gebühren. Hertz punktet mit einem starken Treueprogramm, hat aber ein kleineres Stationsnetz. Avis ist für junge Fahrer attraktiv, bei der Digitalisierung aber nicht auf dem neuesten Stand. Enterprise überzeugt mit Prepaid-Rabatten, hat aber Schwächen bei der Schadensabwicklung. Budget ist unkompliziert und günstig, dafür eingeschränkt in der Fahrzeugauswahl.
Die wichtigsten Punkte für die Anbieter-Wahl:
- Vergleiche immer mehrere Anbieter für deinen konkreten Zeitraum und Standort
- Nutze eine externe Selbstbeteiligungs-Versicherung statt der teuren Schalter-Option
- Dokumentiere den Fahrzeugzustand bei Übernahme per Video
- Wähle immer die Voll/Voll-Tankregelung
- Für regelmäßige Mieten: Treueprogramm oder Sixt-Aktionärstarif nutzen
- Am Wochenende mieten spart 50 bis 70 % gegenüber dem Wochentarif
