Mietwagen mieten: Der komplette Einsteiger-Guide (2026)

von Martin
Schlüsselübergabe am Mietwagen-Schalter einer Autovermietung in Deutschland

Du möchtest zum ersten Mal einen Mietwagen buchen und fragst dich, worauf du achten musst? Oder du hast schon einmal gemietet, bist aber unsicher, ob du alles richtig gemacht hast? Dieser Guide führt dich Schritt für Schritt durch den gesamten Prozess: von der Anbieterauswahl über die Buchung bis zur Rückgabe. Dazu gibt es konkrete Tipps, die dir Geld sparen und Ärger ersparen.

Mietwagen mieten in Deutschland ist unkomplizierter als viele denken. Die Grundvoraussetzungen: ein gültiger Führerschein, ein Mindestalter (je nach Anbieter 18 bis 21 Jahre) und ein akzeptiertes Zahlungsmittel. Alles Weitere klären wir in den folgenden Abschnitten.

Schritt 1: Den richtigen Anbieter finden

In Deutschland teilen sich fünf große Autovermieter den Markt: Sixt, Europcar, Hertz, Avis und Enterprise. Daneben gibt es regionale Anbieter wie Buchbinder oder lokale Vermieter. Jeder Anbieter hat Stärken und Schwächen.

AnbieterStationsnetzBesonderheitGeeignet für
SixtSehr dicht (über 500 Stationen in DE)Dynamische Preise je nach Auslastung, breite FahrzeugflotteVielmieter, Wochenendmieter, Premium-Fahrzeuge
EuropcarDicht (ca. 400 Stationen)Gutes Preis-Leistungs-Verhältnis, Privilege-TreueprogrammPreisbewusste, Firmenkunden
HertzMittel (ca. 300 Stationen)Weltweit bekannt, starkes Treueprogramm (Gold Plus Rewards)Internationale Reisende, Geschäftskunden
AvisMittel (ca. 300 Stationen)Preferred-Service für Stammkunden, gute FlughafenabdeckungGeschäftsreisende, Flughafenmieter
EnterpriseDicht (über 400 Stationen)Unkompliziert bei Debitkarten, Hol-/BringserviceEinsteiger, Mieter ohne Kreditkarte

Für Einsteiger empfiehlt sich ein Preisvergleich über Portale wie CHECK24 oder billiger-mietwagen.de. Diese zeigen dir die Angebote mehrerer Anbieter gleichzeitig und filtern nach Gesamtpreis inklusive Versicherung. Welches Portal oder welcher Broker sich am besten eignet, erklärt unser ausführlicher Mietwagen-Preisvergleich. Alternativ kannst du direkt auf der Website des gewünschten Anbieters buchen. Bei Sixt kann die Direktbuchung bei niedriger Stationsauslastung sogar günstiger sein als über ein Portal.

Schritt 2: Die passende Fahrzeugklasse wählen

Mietwagen werden nicht nach konkreten Modellen, sondern nach Fahrzeugklassen vermietet. Du buchst also zum Beispiel einen „Kompaktwagen“ und bekommst an der Station ein konkretes Fahrzeug zugewiesen, etwa einen VW Golf, Opel Astra oder ein vergleichbares Modell. Welches Fahrzeug du genau bekommst, hängt davon ab, was an der Station verfügbar ist.

Die Klassifizierung basiert auf dem internationalen ACRISS-Code-System. Jede Klasse wird durch einen vierstelligen Code beschrieben, der Fahrzeuggröße, Türanzahl, Getriebeart und Kraftstofftyp codiert. Für den Alltag reicht es, die gängigen Größenkategorien zu kennen.

KategorieTypische FahrzeugeGeeignet fürTagespreis ab
Mini / EconomyFiat 500, VW up!, Toyota AygoStadtfahrten, Einzelreisendeca. 25 Euro
KompaktVW Golf, Opel Astra, Ford FocusAllrounder, 2-4 Personenca. 35 Euro
MittelklasseVW Passat, BMW 3er, Mercedes C-KlasseLängere Strecken, Geschäftsreisenca. 50 Euro
SUV / GeländewagenVW Tiguan, BMW X1, Hyundai TucsonFamilien, viel Gepäckca. 55 Euro
TransporterVW Caddy, Mercedes Vito, SprinterUmzüge, Materialtransportca. 60 Euro
Drei Mietwagen nebeneinander auf einem Parkplatz: Fiat 500, VW Golf und BMW X1 zeigen den Größenunterschied zwischen Economy, Kompakt und SUV
Von Economy bis SUV: Die Fahrzeugklasse bestimmt Platzangebot und Preis

Ein häufiger Anfängerfehler: zu groß buchen. Wer zu zweit ein Wochenende verreist, braucht keinen SUV. Ein Kompaktwagen reicht für die meisten Situationen völlig aus und kostet deutlich weniger. Für Transporter und Sprinter gelten eigene Regeln, die wir in einem separaten Ratgeber behandeln.

Schritt 3: Richtig buchen

Bei der Buchung eines Mietwagens gibt es zwei grundsätzliche Tarifarten: Prepaid und Postpaid. Prepaid-Tarife sind in der Regel etwas günstiger, müssen aber sofort bezahlt werden und sind oft nicht kostenlos stornierbar. Postpaid-Tarife (Zahlung bei Abholung) kosten etwas mehr, lassen sich aber bis kurz vor der Abholung kostenlos stornieren.

Für Einsteiger ist ein Postpaid-Tarif die sicherere Wahl. Du sicherst dir einen Preis und kannst bei Planänderungen jederzeit stornieren. Fortgeschrittene Mieter nutzen die Postpaid-Buchung auch als Preisstrategie: Buche frühzeitig und beobachte die Preise. Sinkt der Preis bis zum Abholtermin, stornierst du und buchst neu. Steigt er, hast du deinen günstigen Tarif bereits gesichert.

Achte bei der Buchung auf folgende Punkte:

  • Gesamtpreis inklusive Versicherung vergleichen, nicht nur den Grundpreis
  • Kilometerbegrenzung prüfen (freie Kilometer vs. Kilometerpaket)
  • Tankregelung beachten: Voll/Voll ist fast immer die günstigste Option
  • Abholzeit und Rückgabezeit genau eintragen, denn jede Stunde nach der Kulanzzeit kostet einen vollen Zusatztag
  • Zusatzoptionen (Zusatzfahrer, Navi, Kindersitz) erst bei echtem Bedarf hinzubuchen

Mehr Strategien zur Preisoptimierung findest du in unserem Ratgeber Mietwagen günstig mieten: 10 Spartipps. Besonders lohnend für Gelegenheitsmieter: Wochenendtarife, die bei allen großen Anbietern 50 bis 70 % günstiger sind als der Wochentarif.

Schritt 4: Die Versicherung klären

Die Versicherungsfrage verunsichert viele Erstmieter am meisten. Dabei ist die Grundregel einfach: Jeder Mietwagen in Deutschland ist gesetzlich haftpflichtversichert und enthält eine Vollkaskoversicherung mit Selbstbehalt. Das bedeutet, dass du bei einem selbst verschuldeten Schaden maximal den Selbstbehalt zahlst, nicht den gesamten Reparaturbetrag.

Der Selbstbehalt liegt je nach Anbieter und Fahrzeugklasse zwischen 750 und 1.500 Euro. Wer dieses Risiko reduzieren möchte, hat zwei Optionen: die Zusatzversicherung am Schalter (10 bis 30 Euro pro Tag) oder eine externe Selbstbeteiligungs-Versicherung (ab 5 Euro pro Tag oder als Jahrespolice ab ca. 70 Euro).

Kundin mit Kreditkarte am Mietwagen-Schalter, Mitarbeiter übergibt Mietvertrag und Autoschlüssel
Am Schalter: Kreditkarte und Führerschein bereithalten, Zusatzversicherungen kannst du ablehnen

Die externe Versicherung funktioniert nach dem Erstattungsprinzip: Im Schadensfall zahlst du den Selbstbehalt zunächst an den Vermieter und reichst die Rechnung dann bei deiner externen Versicherung ein. Die Erstattung erfolgt in der Regel innerhalb weniger Wochen. Achte darauf, dass die Police auch Glas-, Reifen- und Unterbodenschäden abdeckt. Eine vollständige Übersicht findest du in unserem Mietwagen-Versicherung Guide.

Schritt 5: Zahlungsmittel vorbereiten

Für die Anmietung eines Mietwagens benötigst du ein akzeptiertes Zahlungsmittel, mit dem der Vermieter eine Kaution hinterlegen kann. Die Kaution dient als Sicherheit für den Vermieter und wird nach der schadensfreien Rückgabe freigegeben.

Am einfachsten ist eine klassische Kreditkarte (Visa Credit oder Mastercard Credit). Hier wird die Kaution nur auf der Karte blockiert, ohne tatsächlich vom Konto abgebucht zu werden. Alle Details dazu findest du in unserem Ratgeber Mietwagen und Kreditkarte.

Hast du keine Kreditkarte? Kein Problem. Inzwischen akzeptieren die meisten großen Anbieter auch Debitkarten (Visa Debit, Mastercard Debit) von Banken wie N26, DKB oder Revolut. Bei Debitkarten wird die Kaution allerdings direkt vom Konto abgebucht statt nur blockiert. Du brauchst also ausreichend Deckung. Alle Anbieter im Detail und sieben Praxis-Tipps findest du in unserem Ratgeber Mietwagen ohne Kreditkarte.

Die Zahlungskarte muss immer auf den Namen des Hauptfahrers lauten. Eine Karte auf einen anderen Namen wird an der Station abgelehnt. Und: Bring die physische Karte mit. Kontaktloses Bezahlen per Smartphone reicht für die Kautionshinterlegung nicht aus.

Schritt 6: Das Fahrzeug abholen

Am Abholtermin gehst du mit deinem Führerschein, dem Zahlungsmittel und der Buchungsbestätigung zur Station. Bei einigen Anbietern (z. B. Sixt per App) kannst du den Check-in vorab digital erledigen und gehst an der Station direkt zum Fahrzeug.

Am Schalter wird dir der Mitarbeiter den Mietvertrag vorlegen und häufig Zusatzversicherungen oder Upgrades anbieten. Lass dich nicht unter Druck setzen. Wenn du dich vorab um die Versicherung gekümmert hast, brauchst du am Schalter nichts Zusätzliches zu buchen. Ein freundliches „Nein danke, ich bin versichert“ genügt.

Bevor du losfährst, nimm dir fünf Minuten für die Fahrzeugübernahme. Das ist der wichtigste Schritt der gesamten Miete, denn er schützt dich vor unberechtigten Schadensforderungen nach der Rückgabe.

Checkliste Fahrzeugübernahme

  1. Geh einmal komplett um das Fahrzeug herum und prüfe die Karosserie auf Kratzer, Dellen und Steinschläge
  2. Fotografiere alle vorhandenen Schäden aus der Nähe und in der Übersicht (mit Zeitstempel)
  3. Fotografiere auch den Kilometerstand und den Tankstand
  4. Prüfe, ob die im Vertrag notierten Vorschäden mit dem tatsächlichen Zustand übereinstimmen
  5. Melde Abweichungen sofort dem Stationsmitarbeiter und lass sie im Vertrag nachtragen
  6. Prüfe die Reifen auf Profiltiefe und sichtbare Schäden
  7. Teste Licht, Blinker und Scheibenwischer, bevor du das Gelände verlässt
Person fotografiert einen Kratzer am Mietwagen-Stoßfänger mit dem Smartphone zur Schadensdokumentation
Vorschäden mit dem Smartphone dokumentieren: Bei der Übernahme fünf Minuten investieren, im Ernstfall hunderte Euro sparen

Die Fotos bei der Übernahme sind deine Rückversicherung. Falls nach der Rückgabe ein angeblich neuer Schaden reklamiert wird, kannst du mit den Fotos belegen, dass er bereits bei der Übernahme vorhanden war. Manche Mieter filmen zusätzlich ein kurzes Video (30 Sekunden, einmal um das Auto). Das ist in wenigen Minuten erledigt und kann im Ernstfall hunderte Euro sparen.

Schritt 7: Während der Miete

Während der Mietdauer gelten einige Regeln, die du kennen solltest. Die wichtigste: Nur eingetragene Fahrer dürfen das Fahrzeug bewegen. Wer das Fahrzeug einem nicht eingetragenen Fahrer überlässt, riskiert den vollständigen Verlust des Versicherungsschutzes.

Bei einem Schaden am Mietwagen ist schnelles Handeln wichtig. Dokumentiere den Schaden sofort mit Fotos, informiere die Polizei (bei Unfällen mit Dritten) und melde den Vorfall beim Vermieter. Je schneller und vollständiger du dokumentierst, desto unkomplizierter läuft die Schadensabwicklung.

Tanke vor der Rückgabe den Wagen voll (bei Voll/Voll-Tankregelung). Am besten an einer Tankstelle in der Nähe der Rückgabestation, aber nicht direkt an der teuersten Autobahntankstelle. Bewahre den Tankbeleg auf, denn manche Vermieter verlangen ihn als Nachweis.

Schritt 8: Das Fahrzeug zurückgeben

Bei der Rückgabe solltest du genauso sorgfältig vorgehen wie bei der Übernahme. Fotografiere das Fahrzeug erneut und lass dir den Zustand vom Stationsmitarbeiter quittieren. Das ist bei Rückgaben außerhalb der Öffnungszeiten (Schlüsselbox) besonders wichtig, denn dann findet keine gemeinsame Zustandsprüfung statt.

Halte die vereinbarte Rückgabezeit ein. Nach der Kulanzzeit (bei Sixt 29 Minuten, bei Europcar und Hertz 59 Minuten) wird automatisch ein voller Zusatztag berechnet. Bei absehbarer Verspätung ruf vorher bei der Station an und verlängere die Miete telefonisch.

Nach der Rückgabe wird die Kaution freigegeben. Bei Kreditkarten dauert das in der Regel 3 bis 5 Werktage, bei Debitkarten kann es bis zu 14 Werktage dauern. Die Endabrechnung erhältst du per E-Mail.

Die 10 häufigsten Fehler beim Mietwagen

Wer diese Fehler vermeidet, spart Geld und Nerven. Die meisten lassen sich durch gute Vorbereitung komplett ausschließen.

  1. Keine Fotos bei der Fahrzeugübernahme machen und nach der Rückgabe für angebliche Vorschäden haften
  2. Voll/Leer-Tankregelung wählen und den Aufpreis von 50 bis 100 % auf den Tankstellenpreis ignorieren
  3. Versicherung am Schalter spontan dazubuchen statt vorab eine günstige externe Selbstbeteiligungs-Versicherung abzuschließen
  4. Nur den Grundpreis vergleichen, ohne Versicherung und Extras einzurechnen
  5. Zu wenige Kilometer buchen und am Ende 25 bis 35 Cent pro Zusatzkilometer zahlen
  6. Teures Navi oder Kindersitz mieten, statt eigene Geräte mitzubringen
  7. Zu spät zurückgeben und einen vollen Zusatztag bezahlen
  8. Keine passende Kreditkarte dabeihaben und an der Station abgewiesen werden
  9. Das Mindestalter des Anbieters nicht prüfen und als Jungfahrer vor verschlossener Tür stehen
  10. Vorschäden im Übernahmeprotokoll nicht prüfen und erst nach der Rückgabe feststellen, dass ein Kratzer fehlte
Nahaufnahme einer Autoschlüssel-Übergabe über einem Mietvertrag an einer Mietwagen-Station
Schlüsselübergabe an der Mietwagen-Station: Nach der schadensfreien Rückgabe wird die Kaution freigegeben

Was kostet ein Mietwagen wirklich?

Die Frage nach dem Preis lässt sich nicht pauschal beantworten, denn er hängt von Fahrzeugklasse, Mietdauer, Saison und Anbieter ab. Trotzdem gibt es Orientierungswerte, mit denen du kalkulieren kannst. Die folgenden Preise gelten für Deutschland, inkl. Haftpflicht und Vollkasko mit Selbstbehalt.

MietdauerKompaktwagenMittelklasseSUV
1 Tag (Wochentag)35 bis 55 Euro50 bis 80 Euro55 bis 90 Euro
Wochenende (3 Tage)50 bis 90 Euro70 bis 130 Euro80 bis 150 Euro
1 Woche150 bis 280 Euro220 bis 400 Euro250 bis 450 Euro

Die Preise schwanken je nach Saison erheblich. In den Sommerferien (Juli, August) und rund um Weihnachten/Silvester sind Mietwagen deutlich teurer als in den Wintermonaten November bis März. Wer flexibel ist, spart mit Wochenendtarifen bis zu 70 % gegenüber dem Wochentarif. Einen vollständigen Überblick über alle Einsparmöglichkeiten findest du in unserem Ratgeber Mietwagen günstig mieten.

Neben dem reinen Mietpreis können versteckte Zusatzkosten anfallen. Die häufigsten: Zusatzfahrer (8 bis 15 Euro pro Tag), Jungfahrerzuschlag unter 25 Jahren (12 bis 20 Euro pro Tag), Einwegmiete (30 bis 100 Euro), Kindersitz (5 bis 15 Euro pro Tag) und die falsche Tankregelung. Wer sich vorher informiert, kann die meisten dieser Kosten komplett vermeiden.

Sonderfälle: Alter, Überführungen und Carsharing

Nicht jede Mietwagen-Situation ist Standard. Hier ein Überblick über die wichtigsten Sonderfälle mit Verweisen auf die jeweiligen Detail-Ratgeber.

Für Fahrer unter 25 Jahren gelten bei den meisten Anbietern Einschränkungen. Das Mindestalter liegt je nach Anbieter bei 18 bis 21 Jahren, und für bestimmte Fahrzeugklassen (Premium, SUV, Transporter) liegt es oft höher. Dazu kommt der Jungfahrerzuschlag, der 12 bis 20 Euro pro Tag ausmacht. Ein Weg, diesen zu umgehen: die ADAC Young Driver-Mitgliedschaft, die den Zuschlag in bestimmten Tarifen entfallen lässt.

Wer flexibel bei der Route ist, kann mit Überführungsfahrten über Movacar oder Ugoki nahezu kostenlos an einen Mietwagen kommen. Die Anbieter vermitteln Einwegfahrten, bei denen Fahrzeuge von einer Station zur anderen überführt werden müssen. Der Mietpreis liegt bei 1 Euro, Tankkosten trägt der Fahrer.

Für kurze Fahrten innerhalb der Stadt kann Carsharing eine sinnvolle Alternative sein. Anbieter wie SIXT share, MILES oder ShareNow ermöglichen minutengenaue Anmietungen ohne Stationsbesuch. Die Buchung läuft komplett per App, bezahlt wird per Lastschrift oder Debitkarte. Für Strecken unter 50 km und Mietzeiten unter 4 Stunden ist Carsharing oft günstiger als ein klassischer Mietwagen.

Häufige Fragen zum Mietwagen mieten

Was brauche ich, um einen Mietwagen zu mieten?

Du benötigst einen gültigen Führerschein (seit mindestens einem Jahr), ein akzeptiertes Zahlungsmittel (Kreditkarte oder Debitkarte) und musst das Mindestalter des Anbieters erreichen (je nach Anbieter 18 bis 21 Jahre). Die Buchungsbestätigung solltest du ebenfalls dabeihaben, entweder ausgedruckt oder digital.

Was kostet ein Mietwagen pro Tag?

Ein Kompaktwagen kostet in Deutschland ab ca. 35 Euro pro Tag (Wochentag) inklusive Haftpflicht und Vollkasko mit Selbstbehalt. Am Wochenende sind die Preise bis zu 70 % günstiger. In der Hauptsaison (Juli, August) liegen die Preise höher als in den Wintermonaten.

Kann ich einen Mietwagen ohne Kreditkarte mieten?

Ja. Sixt, Europcar, Enterprise und Hertz akzeptieren inzwischen Debitkarten (Visa Debit, Mastercard Debit) für die meisten Fahrzeugklassen. Bei Debitkarten wird die Kaution allerdings direkt vom Konto abgebucht statt nur blockiert. Girocards werden bei Sixt bis Klasse F und bei Europcar bis zur oberen Mittelklasse akzeptiert.

Brauche ich eine Zusatzversicherung für den Mietwagen?

Jeder Mietwagen enthält bereits eine Haftpflicht- und Vollkaskoversicherung mit Selbstbehalt (750 bis 1.500 Euro). Eine Zusatzversicherung reduziert diesen Selbstbehalt auf null. Die günstigste Option ist eine externe Selbstbeteiligungs-Versicherung ab ca. 5 Euro pro Tag oder als Jahrespolice ab ca. 70 Euro.

Wie hoch ist die Kaution beim Mietwagen?

Die Kautionshöhe variiert je nach Anbieter und Fahrzeugklasse. Bei Sixt liegt sie bei Kreditkarten bei Mietpreis × 1,5 plus 70 Euro, bei Debitkarten beim doppelten Mietpreis. Europcar verlangt pauschal 300 Euro bei EC-Karten, Enterprise 250 Euro. Die Kaution wird nach schadensfreier Rückgabe innerhalb von 3 bis 14 Werktagen freigegeben.

Was bedeutet Voll/Voll-Tankregelung?

Voll/Voll bedeutet: Du bekommst das Fahrzeug vollgetankt und gibst es vollgetankt zurück. Das ist fast immer die günstigste Tankregelung, weil du zum normalen Tankstellenpreis tankst. Bei der Voll/Leer-Regelung zahlst du den vollen Tank vorab zum Vermieter-Preis, der oft 50 bis 100 % über dem Marktpreis liegt.

Ab welchem Alter kann man einen Mietwagen mieten?

Das Mindestalter liegt bei 18 Jahren (Enterprise, Buchbinder) bis 21 Jahren (Sixt für bestimmte Klassen). Bei Hertz und Avis ist das Mindestalter 19 bzw. 21 Jahre. Unter 25 Jahren fällt bei den meisten Anbietern ein Jungfahrerzuschlag von 12 bis 20 Euro pro Tag an. Bestimmte Fahrzeugklassen wie Premium, SUV und Transporter sind oft erst ab 25 Jahren verfügbar.

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