Wer einen Mietwagen bucht, stößt früher oder später auf kryptische Abkürzungen wie CDMR, LDAR oder IWMR. Hinter diesen vier Buchstaben steckt ein internationales Klassifizierungssystem: der ACRISS-Code, auch bekannt als SIPP-Code. In diesem Ratgeber erfährst du, wie das System funktioniert, was jeder Buchstabe bedeutet und wie du die Codes bei der Buchung zu deinem Vorteil nutzt. Einen Überblick über alle konkreten Mietwagen-Fahrzeugklassen mit Fahrzeugbeispielen findest du in unserem separaten Ratgeber.
Was ist der ACRISS-Code?
ACRISS steht für Association of Car Rental Industry Systems Standards. Die Organisation wurde 1989 von den vier großen Mietwagenanbietern Avis, Budget, Europcar und Hertz gegründet, um einen einheitlichen Standard für die Klassifizierung von Mietfahrzeugen zu schaffen. Heute gehören neben den Gründungsmitgliedern auch Enterprise, National, Alamo und zahlreiche Buchungsplattformen wie Amadeus, Sabre und Rentalcars.com zu den Mitgliedern.
Der ACRISS-Code löste 2007 das ältere SIPP-System (Standard Interline Passenger Procedure) ab, das von den globalen Reservierungssystemen genutzt wurde. Im Sprachgebrauch werden beide Begriffe (ACRISS-Code und SIPP-Code) heute weitgehend synonym verwendet.
Das Prinzip ist einfach: Jede Fahrzeugklasse wird durch einen vierstelligen Buchstabencode beschrieben. Dieser Code verrät dir auf einen Blick die Fahrzeugkategorie, den Karosserietyp, das Getriebe und die Kraftstoffart. So kannst du verschiedene Angebote direkt vergleichen, auch anbieterübergreifend.
So ist der 4-stellige Code aufgebaut
Jeder ACRISS-Code besteht aus genau vier Buchstaben. Jede Position hat eine feste Bedeutung:

| Position | Bedeutung | Beispiel (CDMR) |
|---|---|---|
| 1. Buchstabe | Fahrzeugkategorie (Größe) | C = Compact |
| 2. Buchstabe | Karosserietyp | D = 4/5-Türer |
| 3. Buchstabe | Getriebe und Antrieb | M = Schaltgetriebe |
| 4. Buchstabe | Kraftstoff und Klimaanlage | R = Beliebig, mit Klima |
Position 1: Fahrzeugkategorie
Der erste Buchstabe gibt die Größenklasse des Fahrzeugs an, von Mini bis Oversize. Wichtig: Dieser Buchstabe hat eine klare Hierarchie (M < E < C < I < S < F < P < L < X) – ein L-Fahrzeug ist also definitiv größer und hochwertiger als ein F-Fahrzeug. Für viele Kategorien gibt es zusätzlich eine „Elite“-Variante, die Fahrzeuge mit gehobener Ausstattung oder von Premiummarken kennzeichnet. Die übrigen drei Buchstaben (Karosserie, Getriebe, Kraftstoff) beschreiben dagegen gleichwertige Eigenschaften ohne Rangfolge – ein Kombi (W) ist nicht „besser“ als eine Limousine (D), sondern einfach ein anderer Fahrzeugtyp.
| Code | Kategorie | Deutsche Bezeichnung | Typische Fahrzeuge |
|---|---|---|---|
| M | Mini | Kleinstwagen | Fiat 500, VW up! |
| N | Mini Elite | Kleinstwagen (gehoben) | MINI Cooper |
| E | Economy | Kleinwagen | VW Polo, Opel Corsa |
| H | Economy Elite | Kleinwagen (gehoben) | Audi A1, MINI |
| C | Compact | Kompaktklasse | VW Golf, Opel Astra |
| D | Compact Elite | Kompaktklasse (gehoben) | BMW 1er, Audi A3 |
| I | Intermediate | Mittelklasse | VW Passat, Skoda Octavia |
| J | Intermediate Elite | Mittelklasse (gehoben) | BMW 3er, Audi A4 |
| S | Standard | Obere Mittelklasse | Skoda Superb, VW Passat |
| R | Standard Elite | Obere Mittelklasse (gehoben) | BMW 5er, Mercedes E-Klasse |
| F | Fullsize | Gehobene Klasse | Skoda Superb, Ford Mondeo |
| G | Fullsize Elite | Gehobene Klasse (gehoben) | BMW 5er, Mercedes E-Klasse |
| P | Premium | Premiumklasse | BMW 7er, Mercedes S-Klasse |
| U | Premium Elite | Premiumklasse (gehoben) | BMW 7er, Audi A8 |
| L | Luxury | Luxusklasse | Mercedes S-Klasse, Porsche Panamera |
| W | Luxury Elite | Luxusklasse (gehoben) | Porsche, Mercedes-AMG |
| O | Oversize | Übergröße | Großraum-Vans, Busse |
| X | Special | Spezialfahrzeuge | Sportwagen, Sondermodelle |
Position 2: Karosserietyp
Der zweite Buchstabe beschreibt die Bauform des Fahrzeugs. In Deutschland sind vor allem die Codes D (Limousine/Schrägheck), W (Kombi), F (SUV) und V (Van) relevant.
| Code | Karosserietyp | Erklärung |
|---|---|---|
| B | 2-3 Türen | Kleinwagen, Coupés |
| C | 2/4 Türen | Kompakte Fahrzeuge |
| D | 4-5 Türen | Limousinen, Schrägheck |
| W | Kombi (Wagon) | Kombis und Tourings |
| V | Van / Minibus | Passagier-Vans (5+ Sitze) |
| F | SUV | Sport Utility Vehicles |
| G | Crossover | Kompakt-SUVs |
| T | Cabrio | Fahrzeuge mit offenem Verdeck |
| S | Sport | Sportwagen |
| E | Coupé | Sportliche Zweitürer |
| L | Limousine | Stufenheck-Limousinen |
| J | Geländewagen | Offroad-Fahrzeuge |
| P | Pickup (Einzelkabine) | 2-Tür Pickup |
| Q | Pickup (Doppelkabine) | 4-Tür Pickup |
| K | Transporter | Nutzfahrzeuge |
| M | Großraumlimousine | Monospace / MPV |
| N | Roadster | Offene Sportwagen |
| X | Spezial | Sonderfahrzeuge |
Gut zu wissen: Bei Passagier-Vans gibt der erste Buchstabe die Sitzplatzkapazität an. So steht IV für 6+ Sitze, SV für 7+ Sitze, FV für 7+ Sitze mit mehr Platz, PV für 8+ Sitze und LV für 9+ Sitze.
Position 3: Getriebe und Antrieb
Der dritte Buchstabe informiert über das Getriebe und den Antriebstyp.
| Code | Getriebe | Antrieb |
|---|---|---|
| M | Schaltgetriebe | Nicht spezifiziert |
| N | Schaltgetriebe | Allrad (4WD) |
| C | Schaltgetriebe | Allrad (AWD) |
| A | Automatik | Nicht spezifiziert |
| B | Automatik | Allrad (4WD) |
| D | Automatik | Allrad (AWD) |
In Deutschland hat der dritte Buchstabe einen wichtigen Haken: Ein „M“ für Schaltgetriebe bedeutet nicht zwangsläufig, dass du tatsächlich einen Schaltwagen bekommst. Besonders in höheren Fahrzeugklassen stehen oft überwiegend Fahrzeuge mit Automatikgetriebe in der Flotte, unabhängig davon, was der Code besagt. Umgekehrt gilt: Ein „A“ für Automatik garantiert dir auch wirklich ein Automatikgetriebe.
Position 4: Kraftstoff und Klimaanlage
Der vierte Buchstabe kombiniert die Treibstoffart mit der Information zur Klimaanlage. Seit 2019 wurden neue Codes für Elektro- und Hybridfahrzeuge eingeführt.
| Code | Kraftstoff | Klimaanlage |
|---|---|---|
| R | Nicht spezifiziert | Ja |
| N | Nicht spezifiziert | Nein |
| D | Diesel | Ja |
| Q | Diesel | Nein |
| V | Benzin | Ja |
| Z | Benzin | Nein |
| E | Elektro (BEV) | Ja |
| C | Elektro (BEV) | Ja |
| H | Hybrid (Mild/Voll) | Ja |
| I | Plug-in-Hybrid (PHEV) | Ja |
| L | Autogas (LPG) | Ja |
| A | Wasserstoff | Ja |
Der mit Abstand häufigste Code in Deutschland ist R, also nicht spezifizierter Kraftstoff mit Klimaanlage. Fast alle klassischen Mietwagenklassen enden auf R, weil die Anbieter sich nicht auf einen bestimmten Kraftstoff festlegen möchten. Ob du einen Benziner oder Diesel bekommst, hängt davon ab, welches Fahrzeug gerade verfügbar ist.
ACRISS-Codes in der Praxis entschlüsseln
Wie liest man einen ACRISS-Code konkret? Hier einige Beispiele aus dem deutschen Mietwagenmarkt:
| Code | Aufschlüsselung | Typisches Fahrzeug |
|---|---|---|
| ECMR | Economy + 2/4-Türer + Schaltung + Beliebig mit Klima | VW Polo, Opel Corsa |
| CDMR | Compact + 4/5-Türer + Schaltung + Beliebig mit Klima | VW Golf, Opel Astra |
| CWMR | Compact + Kombi + Schaltung + Beliebig mit Klima | VW Golf Variant, Skoda Octavia Combi |
| IWMR | Intermediate + Kombi + Schaltung + Beliebig mit Klima | VW Passat Variant, Skoda Superb Combi |
| FDMR | Fullsize + 4/5-Türer + Schaltung + Beliebig mit Klima | Skoda Superb, VW Passat |
| LDAR | Luxury + 4/5-Türer + Automatik + Beliebig mit Klima | BMW 5er, Mercedes E-Klasse |
| UDAR | Luxury + 4/5-Türer + Allrad + Beliebig mit Klima | BMW 5er xDrive, E-Klasse 4MATIC |
| XFAR | Special + SUV + Automatik + Beliebig mit Klima | BMW X5, Mercedes GLE |
| WFDR | Special + SUV + Allrad + Beliebig mit Klima | BMW X5 xDrive30d, BMW X6 xDrive30d |
| LFDR | Luxury + 4WD + 4/5-Türer + Beliebig mit Klima | VW Touareg |
| CDAR | Compact + 4/5-Türer + Automatik + Beliebig mit Klima | VW Golf Automatik |
Wie du siehst, lässt sich aus dem Code direkt ableiten, was dich erwartet: Ein CWMR ist immer ein Kompakt-Kombi, ein LDAR immer eine Luxuslimousine mit Automatik. Das konkrete Modell variiert, aber die Fahrzeugkategorie bleibt gleich.

ACRISS-Codes bei deutschen Mietwagenanbietern
Obwohl der ACRISS-Standard international gilt, gibt es in der Praxis Unterschiede zwischen den Anbietern. Die Codes bedeuten überall dasselbe, aber welche Fahrzeuge in einer Klasse stehen, entscheidet jeder Anbieter selbst.
Sixt
"Sixt" ist der größte Mietwagenvermieter in Deutschland und nutzt das ACRISS-System umfangreich. Sixt ist allerdings bis heute kein offizielles ACRISS-Mitglied – im Gegensatz zu Europcar, Hertz und Avis, die den Standard mitgegründet haben. Sixt „lehnt sich an“ den ACRISS-Standard an, was bedeutet, dass die Codes im Wesentlichen dem System folgen, aber nicht in jedem Detail der offiziellen Definition entsprechen müssen. Ende 2025 hat Sixt seine Fahrzeugklassen umfassend umstrukturiert, um noch näher am offiziellen ACRISS-Standard zu sein.
Sixt nutzt die „Elite“-Kategorien (D, J, G, U, W) besonders konsequent, um Premiummarken wie BMW und Audi von Volumenmarken wie VW und Opel in der gleichen Größenklasse zu unterscheiden. Ein CDMR enthält typischerweise einen VW Golf, während ein vergleichbarer BMW 1er in der Elite-Klasse DDAR eingestuft wird.
Bei den Luxury Cars und Sportwagen verwendet Sixt teilweise eigene Codes, die vom ACRISS-Standard abweichen. Diese Spezialcodes folgen einer internen Logik und sind nicht immer nach dem normalen Schema entschlüsselbar.
Auf der Sixt-Website sind die SIPP-Codes für Privatkunden nicht immer direkt sichtbar. Oft erscheinen sie erst im letzten Buchungsschritt oder in der App. Firmenkunden mit einem Firmentarif sehen die Codes dagegen direkt bei der Fahrzeugauswahl.
Eine detaillierte Übersicht aller Sixt-Fahrzeugklassen mit aktuellen Beispielfahrzeugen findest du im Artikel Fahrzeugklassen bei Sixt: Erklärung der SIPP-Codes.
Europcar
"Europcar" ist ACRISS-Gründungsmitglied und hält sich entsprechend eng an den Standard. Die Codes sind bei Europcar besonders zuverlässig und transparent. Du siehst den SIPP-Code direkt bei der Fahrzeugauswahl.
Europcar bietet zudem das „Wunschmodell“-Programm an, bei dem du gegen Aufpreis ein konkretes Fahrzeugmodell statt nur eine Fahrzeugklasse buchen kannst. Das ist besonders interessant, wenn du Wert auf ein bestimmtes Auto legst.
Mehr zu den Fahrzeugklassen bei Europcar erfährst du im Fahrzeugklassen-Ratgeber für Hertz, Europcar und Avis.
Hertz
Auch "Hertz" gehört zu den ACRISS-Gründern und setzt den Standard konsequent um. Die deutsche Hertz-Flotte ist etwas kleiner als bei Sixt oder Europcar, die Codes sind aber standardkonform und direkt vergleichbar mit denen der anderen Anbieter.
Avis
"Avis" war ebenfalls ACRISS-Gründungsmitglied und nutzt das System ohne nennenswerte Abweichungen. Als Teil der Avis Budget Group teilt sich Avis die Flotte teilweise mit Budget, wobei beide Marken den ACRISS-Standard verwenden.
Enterprise, National und Alamo
Enterprise Rent-A-Car gehört zusammen mit National und Alamo zur Enterprise Holdings Gruppe – dem weltweit größten Autovermietungskonzern. Alle drei Marken nutzen das ACRISS-System standardkonform. Enterprise ist in Deutschland vor allem an Flughäfen und in Großstädten vertreten und bietet ein ähnliches Klassenspektrum wie die europäischen Mitbewerber.
Bei Enterprise sind die SIPP-Codes direkt bei der Fahrzeugauswahl sichtbar. Da Enterprise, National und Alamo eine gemeinsame Fahrzeugflotte nutzen, sind die Fahrzeuge in den gleichen ACRISS-Klassen bei allen drei Marken identisch. Das kann beim Preisvergleich nützlich sein: Manchmal ist dasselbe Fahrzeug unter einer der Schwestermarken günstiger verfügbar.
Elektro- und Hybridfahrzeuge im ACRISS-System
Mit der zunehmenden Elektrifizierung der Mietwagenflotten hat ACRISS seit 2019 neue Codes für alternative Antriebe eingeführt. Für dich als Mieter ist vor allem der vierte Buchstabe relevant:
- E oder C: Vollelektrisches Fahrzeug (BEV), z.B. Tesla Model 3, BMW iX1, VW ID.3
- I: Plug-in-Hybrid (PHEV), z.B. BMW 330e, Mercedes C 300 e
- H: Mild- oder Vollhybrid, z.B. Toyota Yaris Hybrid
Bei Sixt erkennst du Elektrofahrzeuge an Codes wie CFAE (Compact SUV, Automatik, Elektro) oder IFAE (Intermediate SUV, Automatik, Elektro). Auch bei Europcar und Hertz tauchen zunehmend E-Fahrzeugklassen auf.
Achte bei der Buchung eines Elektro-Mietwagens darauf, dass du am Rückgabeort eine Lademöglichkeit hast. Die Rückgabebedingungen für E-Autos (etwa der geforderte Mindest-Ladestand) variieren je nach Anbieter und Station.
Was der ACRISS-Code nicht verrät
So praktisch das Klassifizierungssystem auch ist – einige wichtige Informationen lassen sich aus dem ACRISS-Code nicht ablesen:
- Konkretes Fahrzeugmodell: Der Code garantiert nur die Klasse, nicht das Modell. Ein CDMR kann ein VW Golf, Opel Astra oder Skoda Scala sein
- Alter und Kilometerstand: Ob das Fahrzeug brandneu oder bereits 40.000 km gefahren ist, verrät der Code nicht. Gerade bei großen Stationen mit hohem Durchsatz stehen tendenziell neuere Fahrzeuge bereit
- Ausstattungsdetails: Navigation, Sitzheizung, Einparkhilfe – welche Extras verbaut sind, hängt vom konkreten Fahrzeug ab und kann innerhalb derselben Klasse stark variieren
- Kofferraumvolumen: Innerhalb einer Klasse kann das Platzangebot erheblich variieren. Ein Skoda Octavia Combi im CWMR bietet deutlich mehr Kofferraum als ein VW Golf Variant
- Motorisierung: Ob 110 PS oder 150 PS unter der Haube stecken, ist dem Code nicht zu entnehmen. Besonders auffällig wird das bei den Premium- und Luxusklassen: Ein PDMR und ein LDAR können die gleichen Fahrzeugmodelle enthalten (z.B. BMW 5er oder Mercedes E-Klasse), sich aber in der Motorisierung unterscheiden – LDAR typischerweise mit stärkerer Motorisierung
- Tatsächlicher Kraftstoff (bei „R“): Bei dem mit Abstand häufigsten vierten Buchstaben „R“ ist der Kraftstoff nicht spezifiziert – ob Benziner, Diesel oder sogar Mild-Hybrid, entscheidet die Verfügbarkeit
Gerade bei den Punkten Kofferraum und Motorisierung lohnt es sich, vorab die möglichen Modelle einer Klasse zu recherchieren. Unsere Fahrzeugklassen-Seiten zeigen dir genau, mit welchen Modellen du rechnen kannst.
Tipps: SIPP-Codes clever beim Buchen nutzen
Mit dem Wissen über ACRISS-Codes kannst du bei der Mietwagenbuchung gezielter vorgehen:
1. Codes vergleichen, nicht nur Preise
Wenn du über ein Vergleichsportal buchst, achte auf den SIPP-Code. Ein CDMR bei Anbieter A und ein CDMR bei Anbieter B beschreiben die gleiche Fahrzeugklasse, sodass du Angebote wirklich fair vergleichen.
2. Automatik vs. Schaltung bewusst wählen
Brauchst du unbedingt ein Automatikgetriebe, buche eine Klasse mit „A“ an dritter Stelle. Bei „M“ (Schaltgetriebe) bekommst du möglicherweise ein Automatikfahrzeug, aber es gibt keine Garantie.
3. Kombi oder SUV gezielt buchen
Brauchst du viel Platz für Gepäck, achte auf den zweiten Buchstaben: „W“ steht für Kombi, „F“ für SUV und „V“ für Van. Ein CWMR bietet deutlich mehr Laderaum als ein CDMR in der gleichen Größenklasse.
4. Elite-Kategorien kennen
Bei Sixt unterscheiden die Elite-Codes (D statt C, J statt I, G statt F) zwischen Premiummarken und Standardmarken. Wenn dir die Fahrzeugmarke wichtig ist, lohnt sich der Blick auf die Elite-Klasse, denn manchmal ist der Preisunterschied überraschend gering.
5. Upgrade-Chancen einschätzen
Upgrades folgen der Hierarchie des ersten Buchstabens: M → E → C → I → S → F → P → L → X. Von einer niedrigeren wird auf eine höhere Kategorie gewechselt, in der Regel beim gleichen Fahrzeugtyp. Wer CDMR gebucht hat, kann auf IDMR oder SDMR upgegradet werden, aber eher nicht auf CFMR (anderer Fahrzeugtyp).
Die Upgrade-Wahrscheinlichkeit steigt, wenn die gebuchte Klasse an der Station überbucht oder nicht verfügbar ist. Besonders an großen Flughafenstationen mit hoher Auslastung kommt es häufig vor, dass beliebte Einstiegsklassen wie ECMR oder CDMR ausgebucht sind und automatisch ein größeres Fahrzeug zugeteilt wird. Auch ein freundliches Gespräch am Schalter kann die Chancen auf ein kostenloses Upgrade verbessern – insbesondere bei Stammkunden, die regelmäßig an derselben Station mieten. Wer die Selbstbeteiligung erst vor Ort abschließt, hat manchmal ebenfalls bessere Karten für ein Upgrade.
Alle Fahrzeugklassen bei Mietwagen-Radar im Überblick
Zu vielen Fahrzeugklassen haben wir detaillierte Einzelseiten mit aktuellen Fahrzeugbeispielen, Ausstattungsdetails und Preishinweisen erstellt:
Sixt Fahrzeugklassen
- ECMR: Economy
- CCMR: Compact (2/4 Türen)
- CDMR: Compact (4/5 Türen)
- CWMR: Compact Kombi
- CPMR: Compact Van
- CLMR: Compact Limousine
- IDMR: Intermediate (4/5 Türen)
- ILMR: Intermediate Limousine
- IWMR: Intermediate Kombi
- SDMR: Standard (4/5 Türen)
- SSMR: Standard Sport
- SWMR: Standard Kombi
- STMR: Standard Cabrio
- FDMR: Fullsize (4/5 Türen)
- FFMR: Fullsize SUV
- PDMR: Premium (4/5 Türen)
- PFMR: Premium SUV
- PTMR: Premium Cabrio
- PWMR: Premium Kombi
- PSAR: Premium Sport
- LDAR: Luxury (4/5 Türen)
- UDAR: Luxury Allrad-Limousine
- LSMR: Luxury Sport
- LTMR: Luxury Cabrio
- LWAR: Luxury Kombi
- UWAR: Luxury Allrad-Kombi
- LFMR: Luxury SUV
- XFAR: Special SUV
- WFDR: Special SUV (BMW X5 / X6 xDrive30d)
- LFDR: Luxury 4WD SUV (VW Touareg)
- XDAR: Special (4/5 Türen)
Hertz Fahrzeugklassen
Europcar Fahrzeugklassen
Einen umfassenden Überblick über das Fahrzeugklassensystem bei Hertz, Europcar und Avis findest du in unserem separaten Ratgeber.

Kosten und Versicherung nach Fahrzeugklasse
Die Fahrzeugklasse beeinflusst nicht nur das Fahrzeug selbst, sondern auch die Kosten drumherum. Höhere ACRISS-Kategorien bedeuten in der Regel:
- Höhere Mietpreise: Ein LDAR kostet ein Vielfaches eines ECMR
- Höhere Kautionen: Die Kaution steigt mit der Fahrzeugklasse. Details zu den Kautionshöhen findest du in unserem Kautions-Ratgeber
- Höhere Selbstbehalte: Bei einem Schaden fällt der Selbstbehalt in höheren Klassen deutlich größer aus. Eine Zusatzversicherung ohne Selbstbehalt kann sich gerade bei teuren Fahrzeugklassen besonders lohnen
Häufige Fragen zum ACRISS-Code
ACRISS-Code und SIPP-Code bezeichnen im Grunde dasselbe System. SIPP (Standard Interline Passenger Procedure) war der ursprüngliche Name des Klassifizierungssystems, das von den globalen Reservierungssystemen genutzt wurde. 2007 wurde es durch das erweiterte ACRISS-System abgelöst. Im Alltag werden beide Begriffe synonym verwendet. Die Codes selbst sind identisch.
Nein. Der ACRISS-Code beschreibt eine Fahrzeugklasse, kein konkretes Modell. Du buchst zum Beispiel CDMR (Kompaktklasse, 4/5 Türen) und bekommst ein Fahrzeug aus dieser Klasse. Das kann ein VW Golf, ein Opel Astra oder ein Skoda Scala sein. Welches Modell du erhältst, hängt von der Verfügbarkeit an der Station ab. Einige Anbieter wie Europcar bieten gegen Aufpreis eine Modellgarantie an.
Bei den meisten Buchungsportalen und auf den Webseiten der Anbieter wird der ACRISS-Code in den Fahrzeugdetails angezeigt. Bei Sixt ist der Code auf der Website oft erst im letzten Buchungsschritt oder in der App sichtbar. Bei Europcar, Hertz und Avis findest du den Code direkt in der Fahrzeugauswahl. Auf Vergleichsportalen wie CHECK24 wird der SIPP-Code ebenfalls in den Angebotsdetails angezeigt.
Ja, genau dafür wurde das System entwickelt. Ein CDMR bei Sixt beschreibt die gleiche Fahrzeugklasse wie ein CDMR bei Europcar oder Hertz. Die konkreten Fahrzeugmodelle können sich unterscheiden, aber Fahrzeuggröße, Türanzahl, Getriebeart und Klimaanlage sind vergleichbar. Der ACRISS-Code macht Mietwagenangebote verschiedener Anbieter also direkt miteinander vergleichbar.
Die Elite-Kategorien im ACRISS-System kennzeichnen Fahrzeuge mit gehobener Ausstattung oder von Premiummarken innerhalb einer Größenklasse. Zum Beispiel steht C für Compact (z.B. VW Golf) und D für Compact Elite (z.B. BMW 1er oder Audi A3). Beide Fahrzeuge sind ähnlich groß, aber die Elite-Variante bietet typischerweise eine höherwertige Ausstattung. Nicht alle Anbieter nutzen die Elite-Kategorien gleich intensiv. Sixt setzt sie besonders konsequent ein.
Nicht unbedingt. Das M an dritter Stelle steht zwar offiziell für Schaltgetriebe, aber in der Praxis stehen gerade in höheren Fahrzeugklassen oft überwiegend Automatikfahrzeuge in der Flotte. Du kannst also durchaus ein Automatikfahrzeug erhalten, obwohl du eine Klasse mit M gebucht hast. Umgekehrt gilt: Wenn du eine Klasse mit A (Automatik) buchst, ist das Automatikgetriebe garantiert.
Wenn deine gebuchte ACRISS-Klasse an der Station nicht verfügbar ist, erhältst du in der Regel ein kostenloses Upgrade in die nächsthöhere Kategorie. Ein gebuchter CDMR kann dann zum Beispiel zum IDMR oder SDMR werden. Der Anbieter ist verpflichtet, dir mindestens ein gleichwertiges Fahrzeug zu stellen. Ein Downgrade auf eine niedrigere Klasse ist ohne deine Zustimmung und eine Preisanpassung nicht zulässig.
Die meisten großen internationalen Autovermietungen nutzen das ACRISS-System, darunter Europcar, Hertz, Avis, Budget, Enterprise, National und Alamo. Auch Sixt hat das System übernommen, obwohl Sixt lange kein formelles ACRISS-Mitglied war. Kleinere lokale Anbieter oder Billigvermietungen verwenden den ACRISS-Code jedoch nicht immer. Auf Buchungsportalen wie CHECK24 oder billiger-mietwagen.de werden die SIPP-Codes in der Regel angezeigt, sodass du auch dort anbieterübergreifend vergleichen kannst.
