ACRISS-Code & SIPP-Codes erklärt: So funktioniert die Mietwagen-Klassifizierung

von Martin
Fünf verschiedene Mietwagen-Fahrzeugklassen aufgereiht am Flughafen – von Kleinwagen bis Luxuslimousine

Wer einen Mietwagen bucht, stößt früher oder später auf kryptische Abkürzungen wie CDMR, LDAR oder IWMR. Hinter diesen vier Buchstaben steckt ein internationales Klassifizierungssystem: der ACRISS-Code, auch bekannt als SIPP-Code. In diesem Ratgeber erfährst du, wie das System funktioniert, was jeder Buchstabe bedeutet und wie du die Codes bei der Buchung zu deinem Vorteil nutzt.

Was ist der ACRISS-Code?

ACRISS steht für Association of Car Rental Industry Systems Standards. Die Organisation wurde 1989 von den vier großen Mietwagenanbietern Avis, Budget, Europcar und Hertz gegründet, um einen einheitlichen Standard für die Klassifizierung von Mietfahrzeugen zu schaffen. Heute gehören neben den Gründungsmitgliedern auch Enterprise, National, Alamo und zahlreiche Buchungsplattformen wie Amadeus, Sabre und Rentalcars.com zu den Mitgliedern.

Der ACRISS-Code löste 2007 das ältere SIPP-System (Standard Interline Passenger Procedure) ab, das von den globalen Reservierungssystemen genutzt wurde. Im Sprachgebrauch werden beide Begriffe (ACRISS-Code und SIPP-Code) heute weitgehend synonym verwendet.

Das Prinzip ist einfach: Jede Fahrzeugklasse wird durch einen vierstelligen Buchstabencode beschrieben. Dieser Code verrät dir auf einen Blick die Fahrzeugkategorie, den Karosserietyp, das Getriebe und die Kraftstoffart. So kannst du verschiedene Angebote direkt vergleichen, auch anbieterübergreifend.

So ist der 4-stellige Code aufgebaut

Jeder ACRISS-Code besteht aus genau vier Buchstaben. Jede Position hat eine feste Bedeutung:

Infografik: Aufbau des ACRISS-Codes CDMR: Kategorie, Bauart, Getriebe, Kraftstoff farblich erklärt
Aufbau des ACRISS-Codes am Beispiel CDMR. Jede Position hat eine feste Bedeutung
Position Bedeutung Beispiel (CDMR)
1. Buchstabe Fahrzeugkategorie (Größe) C = Compact
2. Buchstabe Karosserietyp D = 4/5-Türer
3. Buchstabe Getriebe und Antrieb M = Schaltgetriebe
4. Buchstabe Kraftstoff und Klimaanlage R = Beliebig, mit Klima

Position 1: Fahrzeugkategorie

Der erste Buchstabe gibt die Größenklasse des Fahrzeugs an, von Mini bis Oversize. Für viele Kategorien gibt es zusätzlich eine „Elite“-Variante, die Fahrzeuge mit gehobener Ausstattung oder von Premiummarken kennzeichnet.

Code Kategorie Deutsche Bezeichnung Typische Fahrzeuge
M Mini Kleinstwagen Fiat 500, VW up!
N Mini Elite Kleinstwagen (gehoben) MINI Cooper
E Economy Kleinwagen VW Polo, Opel Corsa
H Economy Elite Kleinwagen (gehoben) Audi A1, MINI
C Compact Kompaktklasse VW Golf, Opel Astra
D Compact Elite Kompaktklasse (gehoben) BMW 1er, Audi A3
I Intermediate Mittelklasse VW Passat, Skoda Octavia
J Intermediate Elite Mittelklasse (gehoben) BMW 3er, Audi A4
S Standard Obere Mittelklasse Skoda Superb, VW Passat
R Standard Elite Obere Mittelklasse (gehoben) BMW 5er, Mercedes E-Klasse
F Fullsize Gehobene Klasse Skoda Superb, Ford Mondeo
G Fullsize Elite Gehobene Klasse (gehoben) BMW 5er, Mercedes E-Klasse
P Premium Premiumklasse BMW 7er, Mercedes S-Klasse
U Premium Elite Premiumklasse (gehoben) BMW 7er, Audi A8
L Luxury Luxusklasse Mercedes S-Klasse, Porsche Panamera
W Luxury Elite Luxusklasse (gehoben) Porsche, Mercedes-AMG
O Oversize Übergröße Großraum-Vans, Busse
X Special Spezialfahrzeuge Sportwagen, Sondermodelle

Position 2: Karosserietyp

Der zweite Buchstabe beschreibt die Bauform des Fahrzeugs. In Deutschland sind vor allem die Codes D (Limousine/Schrägheck), W (Kombi), F (SUV) und V (Van) relevant.

Code Karosserietyp Erklärung
B 2-3 Türen Kleinwagen, Coupés
C 2/4 Türen Kompakte Fahrzeuge
D 4-5 Türen Limousinen, Schrägheck
W Kombi (Wagon) Kombis und Tourings
V Van / Minibus Passagier-Vans (5+ Sitze)
F SUV Sport Utility Vehicles
G Crossover Kompakt-SUVs
T Cabrio Fahrzeuge mit offenem Verdeck
S Sport Sportwagen
E Coupé Sportliche Zweitürer
L Limousine Stufenheck-Limousinen
J Geländewagen Offroad-Fahrzeuge
P Pickup (Einzelkabine) 2-Tür Pickup
Q Pickup (Doppelkabine) 4-Tür Pickup
K Transporter Nutzfahrzeuge
M Großraumlimousine Monospace / MPV
N Roadster Offene Sportwagen
X Spezial Sonderfahrzeuge

Gut zu wissen: Bei Passagier-Vans gibt der erste Buchstabe die Sitzplatzkapazität an. So steht IV für 6+ Sitze, SV für 7+ Sitze, FV für 7+ Sitze mit mehr Platz, PV für 8+ Sitze und LV für 9+ Sitze.

Position 3: Getriebe und Antrieb

Der dritte Buchstabe informiert über das Getriebe und den Antriebstyp.

Code Getriebe Antrieb
M Schaltgetriebe Nicht spezifiziert
N Schaltgetriebe Allrad (4WD)
C Schaltgetriebe Allrad (AWD)
A Automatik Nicht spezifiziert
B Automatik Allrad (4WD)
D Automatik Allrad (AWD)

In Deutschland hat der dritte Buchstabe einen wichtigen Haken: Ein „M“ für Schaltgetriebe bedeutet nicht zwangsläufig, dass du tatsächlich einen Schaltwagen bekommst. Besonders in höheren Fahrzeugklassen stehen oft überwiegend Fahrzeuge mit Automatikgetriebe in der Flotte, unabhängig davon, was der Code besagt. Umgekehrt gilt: Ein „A“ für Automatik garantiert dir auch wirklich ein Automatikgetriebe.

Position 4: Kraftstoff und Klimaanlage

Der vierte Buchstabe kombiniert die Treibstoffart mit der Information zur Klimaanlage. Seit 2019 wurden neue Codes für Elektro- und Hybridfahrzeuge eingeführt.

Code Kraftstoff Klimaanlage
R Nicht spezifiziert Ja
N Nicht spezifiziert Nein
D Diesel Ja
Q Diesel Nein
V Benzin Ja
Z Benzin Nein
E Elektro (BEV) Ja
C Elektro (BEV) Ja
H Hybrid (Mild/Voll) Ja
I Plug-in-Hybrid (PHEV) Ja
L Autogas (LPG) Ja
A Wasserstoff Ja

Der mit Abstand häufigste Code in Deutschland ist R, also nicht spezifizierter Kraftstoff mit Klimaanlage. Fast alle klassischen Mietwagenklassen enden auf R, weil die Anbieter sich nicht auf einen bestimmten Kraftstoff festlegen möchten. Ob du einen Benziner oder Diesel bekommst, hängt davon ab, welches Fahrzeug gerade verfügbar ist.

ACRISS-Codes in der Praxis entschlüsseln

Wie liest man einen ACRISS-Code konkret? Hier einige Beispiele aus dem deutschen Mietwagenmarkt:

Code Aufschlüsselung Typisches Fahrzeug
ECMR Economy + 2/4-Türer + Schaltung + Beliebig mit Klima VW Polo, Opel Corsa
CDMR Compact + 4/5-Türer + Schaltung + Beliebig mit Klima VW Golf, Opel Astra
CWMR Compact + Kombi + Schaltung + Beliebig mit Klima VW Golf Variant, Skoda Octavia Combi
IWMR Intermediate + Kombi + Schaltung + Beliebig mit Klima VW Passat Variant, Skoda Superb Combi
FDMR Fullsize + 4/5-Türer + Schaltung + Beliebig mit Klima Skoda Superb, VW Passat
LDAR Luxury + 4/5-Türer + Automatik + Beliebig mit Klima BMW 5er, Mercedes E-Klasse
XFAR Special + SUV + Automatik + Beliebig mit Klima BMW X5, Mercedes GLE
CDAR Compact + 4/5-Türer + Automatik + Beliebig mit Klima VW Golf Automatik

Wie du siehst, lässt sich aus dem Code direkt ableiten, was dich erwartet: Ein CWMR ist immer ein Kompakt-Kombi, ein LDAR immer eine Luxuslimousine mit Automatik. Das konkrete Modell variiert, aber die Fahrzeugkategorie bleibt gleich.

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ACRISS-Codes bei deutschen Mietwagenanbietern

Obwohl der ACRISS-Standard international gilt, gibt es in der Praxis Unterschiede zwischen den Anbietern. Die Codes bedeuten überall dasselbe, aber welche Fahrzeuge in einer Klasse stehen, entscheidet jeder Anbieter selbst.

Sixt

"Sixt" ist der größte Mietwagenvermieter in Deutschland und nutzt das ACRISS-System umfangreich. Interessanterweise war Sixt lange kein formelles ACRISS-Mitglied, hat das System aber trotzdem übernommen. Ende 2025 hat Sixt seine Fahrzeugklassen umfassend umstrukturiert, um noch näher am offiziellen ACRISS-Standard zu sein.

Sixt nutzt die „Elite“-Kategorien (D, J, G, U, W) besonders konsequent, um Premiummarken wie BMW und Audi von Volumenmarken wie VW und Opel in der gleichen Größenklasse zu unterscheiden. Ein CDMR enthält typischerweise einen VW Golf, während ein vergleichbarer BMW 1er in der Elite-Klasse DDAR eingestuft wird.

Bei den Luxury Cars und Sportwagen verwendet Sixt teilweise eigene Codes, die vom ACRISS-Standard abweichen. Diese Spezialcodes folgen einer internen Logik und sind nicht immer nach dem normalen Schema entschlüsselbar.

Auf der Sixt-Website sind die SIPP-Codes für Privatkunden nicht immer direkt sichtbar. Oft erscheinen sie erst im letzten Buchungsschritt oder in der App. Firmenkunden mit einem Firmentarif sehen die Codes dagegen direkt bei der Fahrzeugauswahl.

Eine detaillierte Übersicht aller Sixt-Fahrzeugklassen mit aktuellen Beispielfahrzeugen findest du im Artikel Fahrzeugklassen bei Sixt: Erklärung der SIPP-Codes.

Europcar

"Europcar" ist ACRISS-Gründungsmitglied und hält sich entsprechend eng an den Standard. Die Codes sind bei Europcar besonders zuverlässig und transparent. Du siehst den SIPP-Code direkt bei der Fahrzeugauswahl.

Europcar bietet zudem das „Wunschmodell“-Programm an, bei dem du gegen Aufpreis ein konkretes Fahrzeugmodell statt nur eine Fahrzeugklasse buchen kannst. Das ist besonders interessant, wenn du Wert auf ein bestimmtes Auto legst.

Mehr zu den Fahrzeugklassen bei Europcar erfährst du im Fahrzeugklassen-Ratgeber für Hertz, Europcar und Avis.

Hertz

Auch "Hertz" gehört zu den ACRISS-Gründern und setzt den Standard konsequent um. Die deutsche Hertz-Flotte ist etwas kleiner als bei Sixt oder Europcar, die Codes sind aber standardkonform und direkt vergleichbar mit denen der anderen Anbieter.

Avis

"Avis" war ebenfalls ACRISS-Gründungsmitglied und nutzt das System ohne nennenswerte Abweichungen. Als Teil der Avis Budget Group teilt sich Avis die Flotte teilweise mit Budget, wobei beide Marken den ACRISS-Standard verwenden.

Elektro- und Hybridfahrzeuge im ACRISS-System

Mit der zunehmenden Elektrifizierung der Mietwagenflotten hat ACRISS seit 2019 neue Codes für alternative Antriebe eingeführt. Für dich als Mieter ist vor allem der vierte Buchstabe relevant:

  • E oder C: Vollelektrisches Fahrzeug (BEV), z.B. Tesla Model 3, BMW iX1, VW ID.3
  • I: Plug-in-Hybrid (PHEV), z.B. BMW 330e, Mercedes C 300 e
  • H: Mild- oder Vollhybrid, z.B. Toyota Yaris Hybrid

Bei Sixt erkennst du Elektrofahrzeuge an Codes wie CFAE (Compact SUV, Automatik, Elektro) oder IFAE (Intermediate SUV, Automatik, Elektro). Auch bei Europcar und Hertz tauchen zunehmend E-Fahrzeugklassen auf.

Achte bei der Buchung eines Elektro-Mietwagens darauf, dass du am Rückgabeort eine Lademöglichkeit hast. Die Rückgabebedingungen für E-Autos (etwa der geforderte Mindest-Ladestand) variieren je nach Anbieter und Station.

Tipps: SIPP-Codes clever beim Buchen nutzen

Mit dem Wissen über ACRISS-Codes kannst du bei der Mietwagenbuchung gezielter vorgehen:

1. Codes vergleichen, nicht nur Preise

Wenn du über ein Vergleichsportal buchst, achte auf den SIPP-Code. Ein CDMR bei Anbieter A und ein CDMR bei Anbieter B beschreiben die gleiche Fahrzeugklasse, sodass du Angebote wirklich fair vergleichen.

2. Automatik vs. Schaltung bewusst wählen

Brauchst du unbedingt ein Automatikgetriebe, buche eine Klasse mit „A“ an dritter Stelle. Bei „M“ (Schaltgetriebe) bekommst du möglicherweise ein Automatikfahrzeug, aber es gibt keine Garantie.

3. Kombi oder SUV gezielt buchen

Brauchst du viel Platz für Gepäck, achte auf den zweiten Buchstaben: „W“ steht für Kombi, „F“ für SUV und „V“ für Van. Ein CWMR bietet deutlich mehr Laderaum als ein CDMR in der gleichen Größenklasse.

4. Elite-Kategorien kennen

Bei Sixt unterscheiden die Elite-Codes (D statt C, J statt I, G statt F) zwischen Premiummarken und Standardmarken. Wenn dir die Fahrzeugmarke wichtig ist, lohnt sich der Blick auf die Elite-Klasse, denn manchmal ist der Preisunterschied überraschend gering.

5. Upgrade-Chancen einschätzen

Upgrades erfolgen innerhalb der ACRISS-Logik: von einer niedrigeren zu einer höheren Kategorie, aber in der Regel beim gleichen Fahrzeugtyp. Wer CDMR gebucht hat, kann auf IDMR oder SDMR upgegradet werden, aber eher nicht auf CFMR (anderer Fahrzeugtyp). Die Upgrade-Wahrscheinlichkeit ist bei weniger gebuchten Klassen oft höher.

Alle Fahrzeugklassen bei Mietwagen-Radar im Überblick

Zu vielen Fahrzeugklassen haben wir detaillierte Einzelseiten mit aktuellen Fahrzeugbeispielen, Ausstattungsdetails und Preishinweisen erstellt:

Sixt Fahrzeugklassen

  • ECMR: Economy
  • CCMR: Compact (2/4 Türen)
  • CDMR: Compact (4/5 Türen)
  • CWMR: Compact Kombi
  • CPMR: Compact Van
  • CLMR: Compact Limousine
  • IDMR: Intermediate (4/5 Türen)
  • ILMR: Intermediate Limousine
  • IWMR: Intermediate Kombi
  • SDMR: Standard (4/5 Türen)
  • SSMR: Standard Sport
  • SWMR: Standard Kombi
  • STMR: Standard Cabrio
  • FDMR: Fullsize (4/5 Türen)
  • FFMR: Fullsize SUV
  • PDMR: Premium (4/5 Türen)
  • PFMR: Premium SUV
  • PTMR: Premium Cabrio
  • PWMR: Premium Kombi
  • PSAR: Premium Sport
  • LDAR: Luxury (4/5 Türen)
  • LSMR: Luxury Sport
  • LTMR: Luxury Cabrio
  • LWAR: Luxury Kombi
  • LFMR: Luxury SUV
  • XFAR: Special SUV
  • XDAR: Special (4/5 Türen)

Hertz Fahrzeugklassen

  • CDAR: Compact (4/5 Türen, Automatik)
  • IXMR: Intermediate Spezial

Europcar Fahrzeugklassen

  • CWMR: Compact Kombi
  • CXMR: Compact Spezial

Einen umfassenden Überblick über das Fahrzeugklassensystem bei Hertz, Europcar und Avis findest du in unserem separaten Ratgeber.

Mercedes-Benz E-Klasse W214, typisches Fahrzeug der LDAR-Klasse bei Sixt
Mercedes-Benz E-Klasse W214, typisches Fahrzeug der LDAR-Klasse bei Sixt (Bild: Mercedes-Benz AG)

Kosten und Versicherung nach Fahrzeugklasse

Die Fahrzeugklasse beeinflusst nicht nur das Fahrzeug selbst, sondern auch die Kosten drumherum. Höhere ACRISS-Kategorien bedeuten in der Regel:

  • Höhere Mietpreise: Ein LDAR kostet ein Vielfaches eines ECMR
  • Höhere Kautionen: Die Kaution steigt mit der Fahrzeugklasse. Details zu den Kautionshöhen findest du in unserem Kautions-Ratgeber
  • Höhere Selbstbehalte: Bei einem Schaden fällt der Selbstbehalt in höheren Klassen deutlich größer aus. Eine Zusatzversicherung ohne Selbstbehalt kann sich gerade bei teuren Fahrzeugklassen besonders lohnen

Häufige Fragen zum ACRISS-Code

Was ist der Unterschied zwischen ACRISS-Code und SIPP-Code?

ACRISS-Code und SIPP-Code bezeichnen im Grunde dasselbe System. SIPP (Standard Interline Passenger Procedure) war der ursprüngliche Name des Klassifizierungssystems, das von den globalen Reservierungssystemen genutzt wurde. 2007 wurde es durch das erweiterte ACRISS-System abgelöst. Im Alltag werden beide Begriffe synonym verwendet. Die Codes selbst sind identisch.

Bekomme ich immer genau das Auto, das dem ACRISS-Code entspricht?

Nein. Der ACRISS-Code beschreibt eine Fahrzeugklasse, kein konkretes Modell. Du buchst zum Beispiel CDMR (Kompaktklasse, 4/5 Türen) und bekommst ein Fahrzeug aus dieser Klasse. Das kann ein VW Golf, ein Opel Astra oder ein Skoda Scala sein. Welches Modell du erhältst, hängt von der Verfügbarkeit an der Station ab. Einige Anbieter wie Europcar bieten gegen Aufpreis eine Modellgarantie an.

Wo finde ich den ACRISS-Code bei der Buchung?

Bei den meisten Buchungsportalen und auf den Webseiten der Anbieter wird der ACRISS-Code in den Fahrzeugdetails angezeigt. Bei Sixt ist der Code auf der Website oft erst im letzten Buchungsschritt oder in der App sichtbar. Bei Europcar, Hertz und Avis findest du den Code direkt in der Fahrzeugauswahl. Auf Vergleichsportalen wie CHECK24 wird der SIPP-Code ebenfalls in den Angebotsdetails angezeigt.

Kann ich anhand des ACRISS-Codes Angebote verschiedener Anbieter vergleichen?

Ja, genau dafür wurde das System entwickelt. Ein CDMR bei Sixt beschreibt die gleiche Fahrzeugklasse wie ein CDMR bei Europcar oder Hertz. Die konkreten Fahrzeugmodelle können sich unterscheiden, aber Fahrzeuggröße, Türanzahl, Getriebeart und Klimaanlage sind vergleichbar. Der ACRISS-Code macht Mietwagenangebote verschiedener Anbieter also direkt miteinander vergleichbar.

Was bedeutet Elite bei Fahrzeugklassen?

Die Elite-Kategorien im ACRISS-System kennzeichnen Fahrzeuge mit gehobener Ausstattung oder von Premiummarken innerhalb einer Größenklasse. Zum Beispiel steht C für Compact (z.B. VW Golf) und D für Compact Elite (z.B. BMW 1er oder Audi A3). Beide Fahrzeuge sind ähnlich groß, aber die Elite-Variante bietet typischerweise eine höherwertige Ausstattung. Nicht alle Anbieter nutzen die Elite-Kategorien gleich intensiv. Sixt setzt sie besonders konsequent ein.

Garantiert ein M im ACRISS-Code ein Fahrzeug mit Schaltgetriebe?

Nicht unbedingt. Das M an dritter Stelle steht zwar offiziell für Schaltgetriebe, aber in der Praxis stehen gerade in höheren Fahrzeugklassen oft überwiegend Automatikfahrzeuge in der Flotte. Du kannst also durchaus ein Automatikfahrzeug erhalten, obwohl du eine Klasse mit M gebucht hast. Umgekehrt gilt: Wenn du eine Klasse mit A (Automatik) buchst, ist das Automatikgetriebe garantiert.

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